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Online-Branchenbuch, Online-Firmenverzeichnis - lohnt sich ein Eintrag?

Was ist ein Online-Branchenbuch, ein Online-Firmenverzeichnis?

Früher waren die bekanntesten Adress-Verzeichnisse das gute alte gedruckte Telefonbuch oder die gedruckten Gelben Seiten. In den Listen konnte man nach lokalen Adressen, Kontakten und Firmen suchen. Online gibt es deutlich mehr dieser Adress-Verzeichnisse, entweder für lokale Gebiete oder auch für den gesamten Deutschen oder europäischen Raum, sogar weltweite Suchen sind bei einigen Verzeichnissen möglich.

Bei Suchmaschinen sind jedoch nicht alle Online Branchenverzeichnisse gern gesehen. Viele Online-Branchenbücher und Online-Verzeichnisse werden als Linkschleuder missbraucht und verteilen massenhaft Links. Vor ein paar Jahren war dies noch ein beliebtes Mittel, eine Website bekannt zu machen. Umso mehr Links man verteilte, umso besser wurden Sie in den Suchmaschinen gefunden. Dies hat sich in den letzten Jahren gravierend geändert und der Effekt drehte sich sogar um 180°. Suchmaschinen werten heute Webseiten ab oder entfernen sogar Webseiten aus dem Index, die auf die falschen Online-Verzeichnisse setzen.

Wer nutzt ein Online-Branchenbuch oder diese Online-Firmenverzeichnisse?

Es gibt viele Online-Verzeichnisse, die noch regelmäßig genutzt werden, um Adressen, Kontakte und Unternehmen zu finden. So würde keiner das Telefonbuch, die Gelben Seiten und WLW (Wer liefert Was) als schlechtes Branchenverzeichnis einstufen. Gerade im lokalen Umfeld sind Firmenverzeichnisse durchaus ein wichtiges Suchmedium. Ihr könnt dort wertvolle Links auf Eure Unternehmens-Webseite setzen und Eure Brand stärken.

Welches Branchenbuch und welches Branchenverzeichnis von Ihrer Zielgruppe genutzt wird, müssen Sie natürlich vor dem Eintrag herausfinden. Sie sollten unbedingt Backlinks auf Ihre Seite in diesen, für Sie wertvollen, Adress-Listen setzen.

Google MyBusiness: das wichtigste Branchenbuch %CURRENTYEAR[Y]% - unbedingt eintragen und pflegen

Der wohl wichtigste Eintrag ist der Eintrag in Google My Business. Hier die wichtigsten Fakten:




  • Seit September 2019 wird bei der Vorschlagsliste der Sucheingabe der Firmenname als letzter Vorschlag angezeigt.
  • Eure Adresse(n) werden in Google Map angezeigt
  • Eure Adresse(n) werden rechts neben der Eregbnisliste angezeigt
  • Suchende können Euch hier direkt bewerten
  • Suchende können Euch hier direkt Fragen stellen, die Ihr beantworten solltet

Wie viel darf der Eintrag bei einem Online-Branchenbuch kosten? Was muss man vorbereiten?

Ein Branchenbuch wird von einem Verlag oder einem Unternehmen erstellt, gewartet und in der Regel gepflegt. Natürlich fallen dort Kosten an, die gedeckt werden müssen. Auch besteht natürlich ein gewisses Gewinn-Interesse. Es werden sehr oft verschiedenartige Einträge, zu unterschiedlichen Preisen, angeboten. So kann ein einfacher Eintrag ohne Link kostenfrei sein, wenn man jedoch einen Link auf die eigene Webseite setzen will, muss man oft schon bezahlen. Will man sogar eine eigene Firmen-Beschreibung hinterlegen, kann dies sehr teuer werden. Was Ihnen der Branchenbuch-Eintrag wert ist, müssen Sie selber entscheiden. Wir geben Ihnen nachfolgend einige Tipps, die Ihnen helfen sollen, dies herauszufinden.

Was ist das Ziel des Branchenbuch-Eintrags?

Das Ziel eines Eintrags in ein Branchenbuch ist in der Regel die Erzeugung von Kontakten (sog. Leads). Was auch immer Ihr sonst noch tut, um Leads zu erzeugen, Ihr solltet die Leads bewerten. Leads sollten in folgende Gruppen unterteilt werden:
  • Wie wertvoll ist der Lead?
    Wertvolle Leads haben ein großes Potential, dass es zu einer Conversion (einem Kauf oder einem Abschluss einer Dienstleistung) kommt. Es kann hier noch unterschieden werden, wie viel Geld der Lead als Kunde investieren würde.
  • Wie teuer ist der Lead?
    Jeder Kontakt erzeugt in der Regel Kosten, um diesen zu bekommen. Bekommt man den Lead über eine spezielle Landingpage, müssen die Landingpage-Aufbau-Kosten berücksichtigt werden, bekommt man den Lead über eine Werbeanzeige, müssen diese Kosten berücksichtigt werden, usw.. Um jetzt einzuschätzen ob sich ein Eintrag in einem Online-Verzeichnis lohnt, müssen also die Kosten des Eintrags durch die gewonnenen Leads geteilt werden. In der Regel kommen dann noch Telefonkosten oder Katalog- und Versandkosten dazu. Auch diese gehören zu einer gesamtheitlichen Lead-Kostenbetrachtung.

Was m├╝sst Ihr vorbereiten?

Damit Ihr messen könnt, wie viel Leads erzeugt werden, benötigt Ihr pro Adress-Eintrag in einem Firmenverzeichnis
  • eine eigene Seite innerhalb Eurer Webseite, auf der Besucher landen, wenn man auf den Link im Branchenbuch-Eintrag klickt (eine sog. „Landingpage“)
  • eine eigene E-Mail-Adresse (dies kann auch eine interne Verteilergruppe sein)
  • im Optimalfall eine eigene Telefonnummer.
Informiert Euch bei Eurer IT, wie Ihr die Anzahl der E-Mails an die E-Mail-Adresse sowie die Anzahl der Anrufe auf die generierte Telefonnummer messen könnt.

Was gebe ich beim Online-Branchenbuch f├╝r Informationen an?

Tragt die geforderten Daten für Euren Eintrag im Online-Verzeichnis ein. Verwendet die oben genannte Landingpage als Ziel-URL für den Link auf Ihre Seite (= Backlink), sowie die extra erzeugte E-Mail-Adresse und die extra dafür angelegte Telefonnummer. Gebt bei Branchen, Eure Branche so detailliert wie möglich an. Sucht vorher u. U. in Google oder in Ihrem Google AdWords-Konto nach Branchenbezeichnungen.

Denkt bitte bei den restlichen Informationen daran, dass diese unter Umständen auch laufend angepasst werden müssen. Wird z. B. eine Mitarbeitergröße verlangt, könnte sich diese binnen eines Jahres schon sehr deutlich verändern.

Ist ein detaillierter Text sinnvoll?

Nein, in der Regel ist ein detaillierter Text überhaupt nicht sinnvoll, sondern kontraproduktiv!

Einige Verzeichnisse geben Euch die Möglichkeit, komplette Seiten mit Firmenbeschreibungen anzulegen. Dies hat für das Verzeichnis einen positiven Effekt in der Suchmaschinenpositionierung, kann aber sehr schnell ein Problem für Eure Suchmaschinenpositionierung werden. Denkt daran, dass das Verzeichnis, dann zu einem Konkurrenten für Eure rankenden Keywords wird und Euch die obersten Plätze streitig macht. Ein gutes Branchenbuch ist meist populärer und wird öfter besucht, als Eure Webseite. Dadurch verdrängt das Branchenbuch Euch von den wichtigen Top-Positionen.

Euer Ziel ist es ja, potentielle Kunden auf Eure Webseite zu bekommen oder direkt einen Lead zu generieren. Dazu ist ein ausführlicher Text im Branchenbuch in der Regel nicht notwendig. Platziert den Text lieber auf der entsprechenden Landingpage.

Beachtet, dass Online-Verzeichnisse, aus finanziellem Eigeneinteresse, hier schnell anders argumentieren. Lasst Euch nicht hinters Licht führen und wägt die genannten Argumente immer sehr gut mit Euren eigenen Zielen ab.

Fazit

Ihr seht selbst, dass sogar ein kostenloser Eintrag einiges an Vorbereitungen Bedarf. Kommen hier noch zusätzliche Kosten hinzu, wird es recht schnell sehr teuer. Werden über den Branchenbucheintrag viele wertvolle Leads erzeugt, kann sich der Eintrag aber trotz hoher Kosten lohnen. Wenn Ihr Euch nicht sicher sind, testet dies über einen vorher definierten Zeitraum. Kommen zu wenig wertvolle Leads zustande, beenden das Vertragsverhältnis und verzichten in Zukunft auf diesen Branchenbuch-Eintrag.

Wann macht ein Eintrag in Online-Branchenverzeichnissen Sinn?

Einträge sind für Leadgewinnung und für den Bekanntheitsgrad Eurer Firma und Eurer Webseite wichtig. Es gibt genügend Verzeichnisse, bei denen Ihr kostenfrei oder kostengünstig die Möglichkeit haben, Eure Firma zu hinterlegen. Bei bekannten Verzeichnissen in Eurer Branche, könnt Ihr auch u. U. mehr für den Eintrag investieren. Bringt der Eintrag wertvolle Leads, hat er sich gelohnt.

Ihr solltet jedoch nie einen kostenpflichtigen Eintrag nutzen, mit dem Ziel Ihr Ranking zu erhöhen. Dies wird %CURRENTYEAR[Y]% nicht mehr klappen!

Wie k├Ânnt Ihr erkennen, von welchen von Online-Verzeichnissen Ihr die Finger lassen solltet?

Es gibt auch eine Reihe kostengünstiger Online-Firmenverzeichnisse, die nur dazu erstellt wurden, Links zu verteilen. Suchmaschinen, wie Google, haben diesen Online-Verzeichnissen den Kampf angesagt. Wer hier seine Seite verlinkt hat, muss damit rechnen bestraft zu werden. Eure dort hinterlegte Seite bekommt Abzüge in der Ranking-Position oder wird von Google komplett aus der Ergebnisliste geschmissen. Ist im Branchenbuch keine eigens erstellte Seite, sondern die Startseite hinterlegt, kann dies schnell zu einem Problem führen.

Um zu erkennen, ob Suchmaschinen die Online-Verzeichnisse gut oder schlecht bewerten, gebt einfach mal einen Firmennamen aus Eurer Branche, der natürlich in dem gewünschten Branchenbuch steht, und nachfolgend das Wort „Branchenbuch“ ein. Prüft ob das Branchenbuch unter den ersten 10 Treffern erscheint. Wenn ja, könnt Ihr dieses Branchenbuch verwenden, wenn nicht solltet Ihr lieber die Finger weg lassen. Wenn Ihr eine weitere Sicherheit wollt, müsst Ihr professionelle Tools wie z. B. SEMRush konsultieren um die Sichtbarkeit des Branchenbuchs zu bestimmen.

Branchenverzeichnisse aus Ländern, in denen Ihr nicht vertreten sind und in die Ihr nicht liefert, sind nicht zu empfehlen. Hier solltet Ihr keinen Eintrag setzen!

Öffnet auch mal die Startseite des Branchenbuchs. Ist diese gut zu bedienen, klar strukturiert und gut gestaltet, ist dies schon ein positives Zeichen. Sieht die Startseite schon „Altbacken“ aus oder ist die Startseite nicht benutzerfreundlich handelt es sich eher um eine Linkschleuder (= generiert Link-SPAM)

Beachtet auch bei guten Branchenbüchern bitte noch die nachfolgenden Empfehlungen.

Auf was solltet Ihr bei einem Eintrag achten?

  • Bewertet das Branchenbuch nach der Gefährlichkeit (Link-Spam?)
  • Erstellt eine Kosten-/Nutzen-Rechnung
  • Erstellt eine eigene Landingpage für den Eintrag
  • Legt eine eigene E-Mail-Adresse oder eine E-Mail-Adressverteiler-Gruppe für den Eintrag an
  • Erstellt, wenn möglich, eine eigene Telefonnummer für den Eintrag
  • Verzichtet auf zu viel Beschreibung zu Eurem Unternehmen - Ihr erstellt Euch damit nur eine Ranking-Konkurrenz zu Eurer eigenen Webseite
  • Markiert die Adresse von Branchenbucheinträgen bei Google und Bing als „disavowed“ (auf Deutsch „verleugnet“)
  • Überwacht laufend Backlinks mit einem professionellen Tool (wie z. B. SEMRush)
  • Dokumentiert unbedingt lokal in Ihrem Unternehmen, in welche Adress-Verzeichnisse Ihr Euch eingetragen habt und in welche Ihr warum ausgeschlossen habt.
Branchenbücher enthalten viele Links, ohne selbst die Ware oder die Dienstleistung anzubieten. Generell ist hier die Gefahr groß, dass der Internetnutzer immer mehr die Suchmaschinen selbst nutzt und immer weniger diese speziell gebauten Firmen-Auflistungen. Somit steigt auch das Risiko, dass das Branchenbuch zur Linkschleuder wird. Bewertet einer der Google Algorithmen das Verzeichnis als Linkschleuder, werden die davon ausgehenden Links, sofern sie nicht von Ihnen bereits als „disavowed“ (auf Deutsch „verleugnet“) markiert wurden, als toxisch eingestuft und werten Ihre Webseite ab.

Damit toxische Backlinks für Euch nicht gefährlich werden, könnt Ihr in den „Google Webmaster Tools“, wie auch bei den „Bing Webmaster ToolsLinks als „disavowed“ hinterlegen. Bei den „Google Webmaster Tools“ kann man auch mehrere Links bequem importieren, während man bei den „Bing Webmaster Tools“ die Links einzeln angeben muss.

Stellt sich nun die Frage, warum Links in Branchenbüchern überhaupt setzen, wenn ich diese doch mit „disavowe“ wieder aus der Link-Bewertung entferne?
Ganz einfach: Weil er Leads generiert, denn sonst hättet Ihr den Link ja vermutlich nicht gesetzt.
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Wusste Ihr schon, dass nicht nur der Traffic der Suchanfragen von Google bewertet wird? Google besitzt viele zentrale Knoten und Nameserver und kann somit den Traffic Eurer Seite sehr gut bewerten, egal von woher der Besucher kommt. Ob Google diese Bewertung allerdings in das Ranking einfließen lässt, ist nicht offiziell bekannt.