Gute Webseiten - Aus der Sicht eines BesuchersWas muss eine gute Webseite aus der Sicht eines Besuchers haben?

Veröffentlicht am 10.01.2018 • Zuletzt aktualisiert am 19.04.2018 • Von

Inhaltsverzeichnis

Was sollte bei Webseiten auf den ersten Blick erkennbar sein?

Für den Besucher ist es wichtig, dass er in kurzer Zeit die gewünschten Informationen findet. Dabei ist egal, ob er aus dem B2C oder B2B-Sektor kommt. Will er seine Ware sofort kaufen, erwartet der Interessent einen E-Commerce-Shop. Die Seite muss in diesem Fall sofort als Onlineshop erkennbar sein. Bei Waren, die nicht direkt bestellt werden können, erwartet der Suchende eine passende Call-To-Action Möglichkeit, also z. B. eine Produktanfrage.

Wie weit scrollt ein Besucher?

Die meisten Personen werden nicht lange suchen und scrollen. Finden sie nicht das richtige, werden sie die Seite zügig wieder verlassen. Eure Absprungrate steigt an und Suchmaschinen werten dies negativ. Deshalb gilt, die wichtigen Inhalte müssen auf einen Blick, im ersten Bildschirm-Bereich sichtbar sein. Zusätzlich müsst Ihr es schaffen, dass der Leser auf Eurer Seite hängen bleibt.

brain at work hat mehrere Kunden-Websites analysiert und folgendes festgestellt:
  • Der erste Bereich – der Screen-Bereich – wird logischerweise von fast allen Benutzer gesehen
  • Der mittlere Bereich, wird nur noch von 33% gesehen
  • Der untere Bereich einer Seite wird nur noch von 10% aller Besucher wahrgenommen

brain at work Fazit: Links oder Kontakt-Möglichkeiten im unteren Bereich bleiben für die meisten unentdeckt und generieren keine Leads und somit auch keine Conversion.

Macht ein Slider oder ein großes Bildbanner Sinn?

Nein, Slider und große Bildbanner machen in der Regel keinen Sinn mehr.

Auf sehr vielen Webseiten entdeckt man große Bilder im oberen Bereich. brain at work hat auf der Seite https://kinder-im-allgaeu.de den Test gemacht. Verblüffend waren die Ergebnisse! Nach dem Entfernen des Banners auf der Startseite, ist die Absprungrate um knapp 20% gesunken! Parallel ist die Seite in den Google SERPs hochgeklettert. Wird auf das große Bild-Banner oder den großen Bild-Slide verzichtet, verringert sich dadurch auch die sehr wichtige Ladezeit.

Denken wir nur an die Internetnutzung der Zukunft. Schon im Jahr 2018 wird das Design immer unwichtiger. Der persönliche Assistent beantwortet Fragen, Google™ zeigt die Information direkt, im Auto und auf dem Smartphone haben wir keinen großen Bildschirm. Somit können wir jetzt schon auf unsinnige Designelemente wie Riesen-Bild-Banner verzichten. Legt stattdessen lieber Wert auf gute Website Texte für Eure Zielgruppen.

brain at work Fazit: Verzichte auf große Bildbanner im oberen Bildbereich!

Was für eine Ladezeit wird vom Besucher akzeptiert?

Landet ein Besucher auf Eurer Webseite und findet er die Information nicht auf den ersten Blick, muss die Webseite sehr schnell laden, damit er die Seite nicht postwendend wieder verlässt. Die Serverladezeit muss dabei unter 200 ms liegen und die Bilder müssen perfekt auf die Ladezeit optimiert sein.

Enthält die Website die Antwort, die ein potentieller Kunde benötigt, akzeptiert der Leser auch längere Ladezeiten von bis zu 3 Sekunden. Dabei muss jedoch unterschieden werden, ob es sich um die Serverladezeit oder die komplette Seitenladezeit handelt. Die Seite muss in kurzer Zeit auf dem Screen des Suchenden dargestellt werden. Die wichtigsten Informationen müssen dabei auf den ersten Blick erkennbar sein. Andere noch nicht sichtbare Inhalte können in den nächsten Millisekunden nachgeladen werden. Gerade für Style-Experten und Webdesigner sind dies problematische Anforderungen. Sie müssen einen Teil des CSS-Codes direkt im Quellcode einbetten, so dass der Browser keine extra Style-Datei laden muss. In diesem CSS-Code Teil dürfen allerdings nur die Anweisungen stehen, die für den ersten Blick notwendig sind. „Above the fold“ wird auch von Google mit dem Tool Google Pagespeed Insights bereits seit mehreren Jahren bewertet!

Bitte denkt daran, dass es auch heute immer noch Personen gibt, die nur mit einer sehr geringen Bandbreite surfen. Dabei müssen diese nicht mal in einer ländlichen Region wohnen. Es genügt, wenn viel Datenverkehr den Firmen-Anschluss verlangsamt oder nahezu blockiert oder Euer Besucher sich in der Bahn befindet und nur über Mobile Daten auf Eure Information zugreifen kann.

brain at work Expertentipp: Verwende das Tool Google Pagespeed Insights und optimiere den Inhalt Deiner Webseite, bis das Tool annähernd 100% im Mobil und Desktop-Bereich anzeigt. Auch das Microsoft-Tool „Sonar“ (https://sonarwhal.com) hilft Dir weiter.

Welche Werbung wird vom Suchenden akzeptiert?

Werbung ist meist nervig und enthält meist nicht die gewünschten Informationen, die der Suchende benötigt. Falsch platzierte Werbung blockiert wichtige Bereiche des Screens und stört beim Lesen des Artikels. Wer solche Störer einbaut, muss jedoch damit rechnen, dass viele potentielle Kunden die Seite verlassen und nicht mehr wiederkommen. Dies steigert die Absprungrate und verringert die SERP-Position in Suchmaschinen.

brain at work Fazit: Benutzt unauffällige Werbung, die als Content oder Leistung getarnt ist.

Wann nimmt der Interessent mit Euch Kontakt auf?

Will ein Interessent Euch kontaktieren, solltet Ihr Ihm direkt auf Eurer Webseite helfen. Lass Ihn nicht lang suchen, sondern gib die Telefonnummer an passender Stelle aus. In den letzten Jahren hat sich der Platz oben rechts durchgesetzt. Solltet Ihr nur zu bestimmten Zeiten das Telefon annehmen, solltet Ihr in den anderen Zeiten die Telefonnummer ausblenden und eine E-Mail-Adresse einblenden. Auf den Anrufbeantworter solltet Ihr in diesem Fall eher verzichten, die Hemmschwelle für eine Nachricht auf einem AB ist sehr hoch.

Bietet zusätzlich weitere Call-To-Action-Schaltflächen. Bei Produkten könnt Ihr beispielsweise eine Kaufmöglichkeit, eine Händlersuche, eine Vormerken-Funktion oder eine Anfragen-Möglichkeit einbauen. Solltet Ihr Konfiguratoren auf Eurer Webseite nutzen, bietet Eurem Interessenten eine Telefonnummer an, bei der er anrufen kann, wenn er nicht fündig wird und nicht weiterkommt. Wiederholt bei längeren Seiten die Kontakt-Buttons oder blendet ein permanentes Telefon-Icon am rechten Rand ein. Ihr könnt auch einen Chat anbieten. Im Chat muss aber zu jeder angebotenen Zeit auch sofort eine Antwort erfolgen. Chat-Anfragen die nicht schnell beantwortet werden, können vom Leser negativ bewertet werden. Dies schadet u. U. Eurem Ruf.

Der brain at work Experten-Tipp für B2B-Kunden: Nutzt Software, die potentielle Kunden auf legale Weise identifizieren und werdet proaktiv tätig. Erfasst damit die Seiten, die interessieren und ruft Euren Interessenten kurz nach dem Webseitenbesuch an, um weitere Fragen zu beantworten. Lasst Euch mit den passenden Data-Driven-Marketing-Tools automatisch informieren und verringert mit diesen Tools den Aufwand für die Lead-Generierung.

Wie sieht eine gute Webseite aus?

Eine gute Webseite sollte einfach navigierbar und gut lesbar sein. Die meisten Interessenten wollen sich keine langen Videos anschauen. Will der Interessent eine Anleitung per Video suchen, wird er entweder direkt auf YouTube oder bereits in der Sucheingabe bei der Suchmaschine oder beim persönlichen Assistenten seinen Wunsch entsprechend äußern. Sie wollen zügig an die Antwort gelangen, die Sie benötigen. Störende Elemente, wie automatisch ablaufende Videos, Hintergrundmusik oder Flash-Animationen sollten vermieden werden. Eine Webseite sollte elegant und passend auf Ihre Zielgruppe abgestimmt sein. Auf keinen Fall darf die Webseite zu altbacken oder zu extravagant wirken. Achten Sie darauf, dass die wichtigen Call-To-Action-Elemente sowie die Navigationsinstrumente einfach und gut erreichbar sind.

Habt auch einen Blick auf die Farben. Beachtet, dass viele Geräte bei Dunkelheit einige Blautöne entfernen bzw. verändern, denn blaues Licht stört den Schlaf (Weitere Infos: https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/licht-von-handy-laptop-und-tablet-stoert-schlaf-a-1003928.html). Testet dies, indem Ihr auf Eurem Gerät den „Nachtmodus“ aktiviert. Bei Windows 10 ist dieser erst ab einem bestimmten Update verfügbar.

brain at work hat auf der Seite https://kinder-im-allgaeu.de den Farbentest gemacht und die vormals blaue Hauptfarbe durch eine Grüne ausgetauscht. Tatsächlich wirkt die Webseite nun deutlich ruhiger und entspannter. Auch unsere Zielgruppen sehen dies so, denn mit dieser Maßnahme konnten wir die Absprungrate um einige Prozentpunkte senken und die durchschnittliche Verweildauer erhöhen.

brain at work Fazit: Mit den passenden Farben, weniger Schnick-Schnack und einem zielgruppen-orientierten Design werdet Ihr Eure Besucher überzeugen! In Zukunft wird das Design immer weniger eine Rolle spielen. Grund dafür sind die Verbreitung von persönlichen Sprachassistenten und Googles Weg, Inhalte direkt auszugeben – ohne dabei die Seite aufzurufen.

Welche Farben welche Eigenschaften haben, könnt Ihr hier nachlesen: https://www.gesundheit.de/wellness/sanfte-medizin/weitere-therapien-und-behandlungen/farben-und-ihre-wirkung

Wie sollte der Inhalt gestaltet sein?

Hier die wichtigsten 7 Punkte, die Ihr unbedingt beachten solltet:
  • Gebt Euren Besuchern mit den passenden Inhalten das Gefühl, dass er sich nicht auf Eure Seite verirrt hat. Suchmaschinen wie Google, Bing, Yandex und Co. helfen Euch dabei, denn sie führen den Anwender bereits auf die passende Seite auf Eurer Webseite.
  • Achtet darauf, dass es nur sehr wenige Seiten gibt, die keinen oder nur sehr wenig Text enthalten. Gestaltet Texte augenfreundlich, benutzt für Erklärungen Bilder oder ggf. Videos.
  • Bietet bei längeren Texten ein Inhaltsverzeichnis und eine Seitennavigation an.
  • Achtet auf eine korrekte Inhaltsgliederung auf jeder Seite.
  • Beschreibt Euer Produkt oder Eure Dienstleistung detailliert, aber übersichtlich. Gebt Eurem Besucher evtl. die Möglichkeit diese zu bewerten.
  • Nutzt externe Bewertungsplattformen um Produktbewertungen von unterschiedlichen Plattformen zusammenzuziehen. Solltet Ihr das Produkt z. B. in Amazon zum Verkauf anbieten, bindet die Amazon-Bewertungen auf Eurer Seite ein (https://partnernet.amazon.de/help/topic/t14/a6).
  • Nutzt auch Social Media Anbindungen, beachtet hier jedoch die aktuelle Datenschutzlage (lest hierzu auch diesen eRecht24-Artikel: https://www.e-recht24.de/artikel/facebook/10081-urteil-abmahnung-facebook-like-button.html).

brain at work Experten-Tipp: Nutzt ein OnPage-Analyse-Tool um technische Fehler aufzudecken und zu beseitigen.

Ausblick - Nächster Artikel: Was beinhaltet eine gute Webseite aus Sicht einer Suchmaschine?

Unser nächster Artikel, beschäftigt sich mit den Anforderungen von Suchmaschinen an Webseiten. Ihr erfahrt dort, warum Suchmaschinenoptimierung zwar notwendig ist, aber von Suchmaschinen gar nicht gerne gesehen wird. Außerdem vermitteln wir Dir notwenige Hintergründe, damit Du verstehst wie Suchmaschinen ticken und warum manche Entscheidung von Suchmaschinen getroffen werden.

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Marcus Hasse, brain at work GmbH

Marcus HasseCTO

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