Die Standards für Webtexte, die auf einem Handy gelesen werden — und die auch Suchmaschinen und KI-Assistenten verstehen.
Dieser Guide beschreibt keine Geschmacksfragen. Er beschreibt Standards — Regeln, die aus Leseforschung, Kognitionspsychologie und den technischen Anforderungen von Such- und Antwortmaschinen folgen. Wie ihr eure jeweilige Zielgruppe ansprecht, welche Tonalität eine Marke trägt: Das steht im projektbezogenen Zielgruppen-Guide. Hier geht es um das Handwerk darunter.
Der Aufbau folgt einer Rangfolge. Kapitel 00 klärt, was vor dem ersten Satz feststehen muss. Kapitel 01 und 02 behandeln das, was sich nicht messen lässt und trotzdem am schwersten wiegt: wie gelesen wird — und ob ein Satz überhaupt etwas aussagt. Erst danach kommen die Kapitel mit den prüfbaren Zahlen. Diese Reihenfolge ist Absicht: Was messbar ist, verdrängt beim Arbeiten sonst das, was wichtig ist.
Ein zweiter Maßstab zieht sich durch alle Kapitel: das Smartphone. Der überwiegende Teil eures Publikums liest auf einem Bildschirm, der schmaler ist als diese Textspalte, oft unterwegs, oft mit einer Hand, oft nebenbei. Was auf 375 Pixel Breite funktioniert, funktioniert danach auch am großen Monitor. Umgekehrt gilt das nie.
Nicht jede Zahl in diesem Guide hat denselben Rang. Wir unterscheiden deshalb sichtbar:
Unmarkierte Angaben sind durch die im Quellenverzeichnis genannten Studien, Normen oder Herstellervorgaben belegt. Die Belegstelle findet ihr in Kapitel Quellen.
KI-Meinung markiert Empfehlungen, die nicht durch eine Studie oder Norm gedeckt sind: redaktionelle Faustregeln und Ableitungen. Sie sind unserer Einschätzung nach sinnvoll — aber sie sind Einschätzung, nicht Befund. Wer begründet davon abweicht, hat recht.
Projekterfahrung markiert Regeln, die aus dokumentierter Redaktionsarbeit stammen — aus Fehlern, die in echten Projekten aufgetreten und protokolliert worden sind. Belastbarer als eine Faustregel, aber keine Studie.
Alle Beispieltexte in den Demo-Panels sind erfunden. Preise, Fristen und Leistungsversprechen darin dienen ausschließlich der Veranschaulichung und stellen kein Angebot der brain at work GmbH dar.
Alles ab Kapitel 01 gilt unabhängig vom Projekt. Diese acht Punkte nicht — sie müssen vor dem ersten Satz geklärt werden.
Der Grund steht in jedem Projektrückblick: Die teuersten Schleifen entstehen nicht durch schlechte Sätze, sondern durch Annahmen, die sich später als falsch herausstellen. Ein Artikel, der dreimal umgebaut wird, weil der Seitentyp erst nach dem Schreiben feststand. Ein Design, das komplett neu entsteht, weil gegen eine lokale Entwurfsdatei statt gegen die Live-Seite gearbeitet wurde. Jede der folgenden Fragen kostet vorher eine Minute — oder hinterher einen Neuaufbau. Projekterfahrung
Dieser Guide ist auch die Arbeitsgrundlage für KI-gestütztes Schreiben. Der maschinenlesbare Anweisungsblock im Dateikopf führt diese acht Fragen als Startroutine: Bevor auf Basis dieses Guides ein Text entsteht, werden die offenen Punkte abgefragt — statt sie plausibel zu erfinden. Was unbeantwortet bleibt, wird im Entwurf sichtbar als Annahme markiert.
Ein Text, der handwerklich einwandfrei ist und die falsche Zielgruppe anspricht, ist Ausschuss. Die Regeln ab Kapitel 01 machen einen Text lesbar — sie machen ihn nicht richtig. Richtig wird er erst mit den Antworten von oben.
Der Ausgangspunkt für jede Regel in diesem Guide: Auf einer Webseite werden im Schnitt nur 20 bis 28 Prozent der Wörter gelesen. Alles andere wird überflogen.
Das ist keine Nachlässigkeit eurer Leser, sondern eine erlernte Strategie. Das Gehirn schätzt in Sekundenbruchteilen ab, wie viel Nutzen ein Textblock verspricht, und entscheidet dann, ob es Aufmerksamkeit investiert. Wer für Webseiten schreibt, schreibt also für zwei Personen gleichzeitig: für die, die überfliegt, und für die, die nach dem Überfliegen einsteigt. Ein Text, der nur die zweite bedient, verliert die erste — und die ist in der Mehrzahl.
Die praktische Folge ist unbequem: Der Text muss seine Kernaussage preisgeben, ohne gelesen zu werden. Überschriften, erste Sätze, hervorgehobene Begriffe und Zwischenüberschriften tragen die Botschaft. Der Fließtext liefert die Begründung für die, die sie wollen.
Nielsen Norman Group, Eye-Tracking über zwei Jahrzehnte
Rot markiert, wohin der Blick tatsächlich fällt. Grau, was überschlagen wird.
Morkes und Nielsen haben denselben Seiteninhalt in fünf Fassungen getestet. Gegenüber der werblichen Ausgangsfassung brachte allein das Kürzen 58 Prozent bessere Messwerte, allein die scanbare Gliederung 47 Prozent, allein die sachliche statt werbliche Sprache 27 Prozent. Alle drei zusammen: 124 Prozent. Die Zutaten verstärken sich gegenseitig, weil jede von ihnen dasselbe tut — sie senkt die kognitive Last.
Als innovativer und zukunftsorientierter Partner an Ihrer Seite bieten wir Ihnen ein umfassendes Portfolio maßgeschneiderter Lösungen, das keine Wünsche offen lässt und sich durch höchste Qualitätsstandards sowie ein herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnet.
Wir bauen Websites, die schnell laden und barrierefrei sind.
Drei Leistungen, ein Ansprechpartner, feste Preise. Der erste Entwurf steht nach zehn Arbeitstagen.
Beim Überfliegen liest niemand Buchstaben, sondern Wortkonturen
Kurze Wörter mit ähnlicher Form verschwimmen ineinander, wenn sie dicht beieinanderstehen. Das Auge springt zurück, der Lesefluss reißt — und der Leser merkt nicht einmal, warum.
Besonders teuer ist das in den ersten Sätzen und in Überschriften — also genau dort, wo gescannt wird. Ein Vorspann, der mit „Du sitzt nur da …" beginnt, kostet den Leser einen Rücksprung an der empfindlichsten Stelle. Faustregel: in Überschriften und den ersten drei Sätzen kein solches Paar mit weniger als vier Wörtern Abstand. Projekterfahrung
Prüfung: Vorspann und Überschriften einmal überfliegen statt lesen. Wo das Auge zurückspringt, sitzt eine Kollision.
Knappheit, Gliederung und Sachlichkeit wirken über denselben Mechanismus: Sie entlasten das Arbeitsgedächtnis. Wer weniger Wörter entschlüsseln muss, hat mehr Kapazität für den Inhalt übrig. Diese Deutung stammt von den Studienautoren selbst und deckt sich mit der Cognitive Load Theory — sie ist der Grund, warum fast jede Regel in diesem Guide auf „weniger, klarer, sortierter" hinausläuft.
Die wichtigste Prüfung dieses Guides — und die einzige, die kein Werkzeug übernehmen kann.
Alle Kennzahlen der folgenden Kapitel lassen sich messen: Satzlänge, Absatzhöhe, Zeichen pro Zeile, Snippet-Budgets. Genau darin liegt die Gefahr. Was messbar ist, verdrängt beim Arbeiten das, was wichtig ist. Ein Satz kann jede Prüfung dieses Guides bestehen und trotzdem nichts aussagen.
„Ruhe entsteht nicht aus Disziplin, sondern aus Spielraum."
8 Wörter · Ø-Satzlänge im grünen Bereich · kein Passiv · kein Nominalstil · vollständig unlesbar.
Wer bei der Satzlänge anfängt, optimiert das Falsche
| Ebene | Frage | Wo im Guide | Messbar? |
|---|---|---|---|
| 1 · Sinn | Sagt der Satz überhaupt etwas? | dieses Kapitel | nein |
| 2 · Register | Spricht die Zielgruppe so? | Zielgruppen-Guide des Projekts | nein |
| 3 · Haltung | Passt der Ton zur Marke? | Zielgruppen-Guide des Projekts | nein |
| 4 · Form | Satzlänge, Absatz, Wortbild | Kapitel 04 und 05 | ja |
Ebene 4 ist die einzige, die sich prüfen lässt — und die unwichtigste. Ein Text, der die Ebenen 1 bis 3 besteht, liegt bei Ebene 4 fast automatisch richtig. Umgekehrt gilt das nie. Projekterfahrung
Es gibt drei typische Arten, an denen ein Satz auf Ebene 1 scheitert. Sie hängen zusammen: Wer der ersten ausweicht, landet meist in einer der beiden anderen.
| Grube | Wie sie klingt | Was hilft |
|---|---|---|
| Abstraktion | „Ruhe entsteht aus Spielraum" | Konkretes Subjekt erzwingen |
| Rhetorik | „Abstand nach außen schafft Abstand nach innen" | Figur streichen, Inhalt hinschreiben |
| Umgangssprache | „der Tag kommt runter", „am Limit" | Register des Projekts prüfen |
Alle drei prüfen, nicht nur eine. Die dritte Grube ist projektabhängig — welches Register richtig ist, steht im Zielgruppen-Guide, nicht hier. Projekterfahrung
Die wirksamste einzelne Regel gegen Abstraktion: Das Subjekt sollte eine Person oder ein greifbares Ding sein. Sobald ein Begriff Subjekt wird, den man nicht anfassen kann, gehört der Satz gegengelesen.
„Zwischen dem Reiz und deiner Reaktion liegt ein Abstand."
„Verlässlichkeit entsteht durch Wiederholung."
Kann man sich nicht als Bild vorstellen.
„Zwischen einer Frage und deiner Antwort liegt ein Moment."
„Was jeden Tag stattfindet, klappt irgendwann von allein."
Sieht man vor sich.
Typische Warnwörter, die als Subjekt fast immer schiefgehen: Abstand, Spielraum, Disziplin, Anspruch, Reserven, Auslastung, Verlässlichkeit, Rahmen, Ansatz, Struktur, Potenzial. Sie dürfen im Satz vorkommen — nur nicht als das, was handelt. Projekterfahrung
Der häufigste Fehler — und der am schwersten zu bemerkende
Rhetorische Figuren klingen nach Einsicht. Oft sind sie aber nur symmetrisch angeordnete Wörter ohne Inhalt. Sie entstehen besonders leicht unter dem Auftrag „schreib etwas Einprägsames" — dieser Auftrag erzeugt zuverlässig Wortspiele statt Aussagen.
| Figur | Beispiel | Was gemeint war |
|---|---|---|
| Kreuzstellung | „Abstand nach außen schafft Abstand nach innen" | „Ein paar Schritte weg von der Situation helfen auch innerlich." |
| Gegenüberstellung | „Ruhe kommt nicht vom Zusammenreißen, sondern von Luft im Tag" | „Gelassen bleiben ist keine Frage der Willenskraft." |
| Parallelbau | „Zwei Größen, dieselbe Idee" | „Einmal für die Wohnung, einmal fürs Büro." |
| Metapher | „Ein Zuhause, in dem der Tag runterkommt" | „Ein Zuhause, in dem du abends ankommst." |
Die Figur entfernen und den Inhalt schlicht hinschreiben. Steht dann dasselbe da? Dann war die Figur Dekoration — die schlichte Fassung nehmen. Steht weniger da? Dann war die Figur der Ersatz für eine fehlende Aussage — und die fehlt immer noch.
Merksätze sind erlaubt, Wortspiele nicht. Der Unterschied: Ein Merksatz stellt schlicht etwas fest und bleibt hängen, weil er stimmt. Ein Wortspiel ordnet Wörter symmetrisch an und bleibt hängen, weil es klingt.
✓ „Was nur stattfindet, wenn Zeit übrig ist, findet nie statt."
✓ „Die letzte Stunde darf ruhig langweilig sein."
✕ „Ruhe kommt nicht vom Zusammenreißen, sondern von Luft im Tag."
Deshalb lautet der Auftrag an eine Überschrift nie „sei einprägsam", sondern „sei klar". Wenn ein Satz dann hängen bleibt, umso besser. Projekterfahrung
Drei Fehlerarten, die im Entwurf unsichtbar sind, weil der Schreibende den Bezug im Kopf hat.
| Fehler | ✕ So nicht | ✓ Besser |
|---|---|---|
| Pronomen ohne Bezugswort „es", „das", „davon" brauchen ein Substantiv davor | „Es war einfach nichts mehr da." (was?) | „… hat den ganzen Tag Geduld abgegeben. Am Abend ist keine mehr übrig." |
| Mehrdeutiges Pronomen zwei Bezugswörter im selben Geschlecht — der Leser greift zum näheren, oft dem falschen | „Dieser Moment hat nichts mit Charakter zu tun. Er wird länger …" | „Mit Charakter hat das nichts zu tun. Der Moment wird länger …" |
| Doppelte Verneinung jedes „nicht" ist ein Rechenschritt | „hat sich nicht zu wenig zusammengerissen" | „hat den ganzen Tag über Geduld abgegeben" |
Gegen mehrdeutige Pronomen hilft nur eines: das Substantiv wiederholen. Wortwiederholung ist der kleinere Preis. Und bei Verneinungen gilt: erst sagen, was ist — die Verneinung kommt danach, wenn überhaupt.
Gegenstände, Räume, Rituale, Tage und Abläufe bekommen kein aktives Verb. Der Fehler entsteht beim Verdichten und klingt beim Schreiben lebendig — beim Lesen ist er nur unscharf.
| ✕ So nicht | ✓ Besser |
|---|---|
| „Ein Schlafzimmer, das nicht zur Ruhe kommt" | „Wenn der Raum das Einschlafen schwer macht" |
| „Das Ritual beantwortet die Frage …" | ersatzlos streichen |
| „Ein Zuhause, in dem der Tag runterkommt" | „Ein Zuhause, in dem du abends ankommst" |
| „Vier Dinge, die sofort runterfahren" | „Vier Dinge, die jetzt sofort helfen" |
Diese Regel betrifft nicht nur den Fließtext, sondern ebenso Überschriften, Buttons, Bildunterschriften, Alt-Texte und Produktblöcke. Genau dort wird sie am häufigsten gebrochen — weil diese Bausteine als „steht ja schon" gelten und beim Korrekturlesen übersprungen werden. Projekterfahrung
Formulierungen wie „wie eingangs erwähnt", „im folgenden Abschnitt", „die beste Nachricht dieses Artikels" oder „diese Liste" holen den Leser aus dem Inhalt heraus und setzen ihn vor einen Text. Der Bruch wiegt schwerer als eine Abstraktion, weil er die Vorstellung beendet, in der der Leser gerade war.
| ✕ Statt | ✓ Besser |
|---|---|
| „Es ist die beste Nachricht dieses Artikels." | „Es bedeutet vor allem eines: Du musst nicht bei den Kindern anfangen." |
| „Warum das eine gute Nachricht ist: …" | „Der angenehme Teil daran: …" |
| „Wie oben beschrieben …" | den Gedanken in einem Halbsatz wiederholen |
Ausgenommen sind die Ankündigung im Vorspann („Hier erfahrt ihr …") und Pflichthinweise. Beides erwartet der Leser an dieser Stelle.
Prüfbare Regeln ersetzen kein Lesen. Die Kennzahlen der folgenden Kapitel fangen Formfehler — sie sehen nicht, ob ein Satz zu abstrakt ist, ob er nur rhetorisch klingt oder ob eine Aussage logisch überhaupt trägt. Dieses Kapitel ist deshalb nicht das erste, das man abhakt, sondern das einzige, das man nicht auslassen darf.
Rund 57 Prozent der Betrachtungszeit fallen auf den ersten Bildschirm. Innerhalb dieses ersten Bildschirms entfallen wiederum über 65 Prozent auf die obere Hälfte.
Auf dem Smartphone ist dieser erste Bildschirm winzig: Nach Adressleiste, Menü und Hero-Bild bleiben oft nur vier bis sechs Zeilen Text KI-Meinung — eine Schätzung, die je nach Gerät und Layout schwankt. In diesen wenigen Zeilen muss stehen, worum es geht, für wen es ist und was es bringt. Anlauf holen ist keine Option.
Die verlässlichste Technik dafür stammt aus dem Journalismus: die umgekehrte Pyramide. Das Ergebnis zuerst, danach die Begründung, zuletzt die Details. Wer nach zwei Sätzen aussteigt, hat trotzdem das Wichtigste. Der akademische Aufbau — Hinführung, Argumentation, Fazit — funktioniert auf Webseiten nicht, weil die Mehrheit das Fazit nie erreicht.
Die Digitalisierung stellt Unternehmen jeder Größe vor immer neue Herausforderungen. Gerade in Zeiten des Wandels ist es wichtiger denn je, sich professionell aufzustellen. Genau hier setzen wir an. Seit über 15 Jahren beschäftigen wir uns intensiv mit …
Nach vier Sätzen: null Information.
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Prüfung, Umbau und Dokumentation aus einer Hand. Für Shops und Buchungsstrecken, die seit Juni 2025 unter das Gesetz fallen.
Nach zwei Sätzen: Angebot, Anlass, Zielgruppe, Preismodell.
Zeigt jemandem, der die Seite nicht kennt, den ersten Bildschirm auf einem Handy — fünf Sekunden lang. Dann fragt: Was wird hier angeboten, und für wen? Wer das nicht beantworten kann, hat einen Einstieg, der nicht trägt. Der Fünf-Sekunden-Test ist eine etablierte Usability-Methode; die konkrete Durchführung hier ist unsere Fassung. KI-Meinung
Lange Sätze sind nicht falsch — sie sind teuer. Jede zusätzliche Nebensatzebene kostet Arbeitsgedächtnis, das dann für den Inhalt fehlt.
Eye-Tracking-Studien zeigen den Zusammenhang unmittelbar: Mit steigender Satzlänge und steigendem Anteil seltener, mehrsilbiger Wörter nehmen Fixationsdauer und Rücksprünge zu. Der Leser liest dieselbe Stelle mehrfach. Auf dem Smartphone verschärft sich das, weil ein langer Satz dort über sechs, sieben Zeilen läuft und der Satzanfang beim Ankommen am Satzende längst aus dem Blickfeld ist.
Die Satzlängen sind belegt: Verständlichkeitsforschung und deutsche Redaktionspraxis nennen übereinstimmend einen Durchschnitt um 15 Wörter, je nach Quelle in einem Korridor von 12 bis 20. Die drei hellen Angaben sind dagegen redaktionelle Faustregeln ohne Studienbeleg. KI-Meinung
Diese Werte sind kein Korsett. Ein Text aus lauter Fünfzehnwortsätzen klingt wie ein Beipackzettel. Entscheidend ist der Durchschnitt und die Variation: Ein kurzer Satz nach zwei mittleren wirkt wie ein Punkt, den jemand mit der Hand auf den Tisch setzt. Rhythmus entsteht durch Wechsel, nicht durch Gleichmaß.
Der Nominalstil ist der häufigste Verständlichkeitskiller in deutschen Webtexten
Deutsch erlaubt es, Handlungen in Substantive zu verwandeln — „Durchführung", „Bereitstellung", „Inbetriebnahme". Jedes dieser Wörter versteckt ein Verb und braucht dann ein Hilfsverb als Krücke. Das Ergebnis ist grammatisch korrekt und beim Lesen zäh.
Die Durchführung der Migration erfolgt nach erfolgter Freigabe durch den Auftraggeber unter Berücksichtigung der vereinbarten Wartungsfenster.
18 Wörter · 1 echtes Verb · Passiv
Sobald ihr freigebt, migrieren wir — im vereinbarten Wartungsfenster.
9 Wörter · 3 Verben · Aktiv · gleiche Aussage
Verständliche Sprache ist keine Herablassung gegenüber dem Publikum. Auch Fachleute lesen einen klaren Text schneller und behalten mehr davon — sie haben nur zusätzlich die Fähigkeit, sich durch einen unklaren zu quälen. Diese Fähigkeit sollte man nicht in Anspruch nehmen.
Ein Absatz ist eine Verpackungseinheit für einen Gedanken. Auf dem Smartphone ist diese Einheit kleiner, als die meisten glauben.
Ein Absatz von fünf Zeilen am Desktop wird auf einem Handy zu elf oder zwölf Zeilen. Was am Monitor als kompakter Block wirkt, füllt dort den halben Bildschirm — eine graue Wand ohne Einstiegspunkt. Deshalb gilt die Absatzlänge immer in mobilen Zeilen, nicht in Desktop-Zeilen.
Wir bieten Ihnen ein breit gefächertes Leistungsspektrum, das von der ersten Analyse Ihrer bestehenden Systemlandschaft über die konzeptionelle Ausarbeitung individueller Lösungsansätze bis hin zur technischen Umsetzung und dem anschließenden Betrieb reicht, wobei wir stets darauf achten, dass alle Maßnahmen eng mit Ihren internen Prozessen verzahnt werden und die Anforderungen Ihrer Fachabteilungen ebenso berücksichtigt werden wie die Vorgaben Ihrer IT-Sicherheit, sodass am Ende eine Lösung entsteht.
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Zuerst schauen wir uns an, was ihr habt. Dann entwerfen wir einen Weg, der zu euren Prozessen passt.
Die IT-Sicherheit sitzt ab dem ersten Termin mit am Tisch.
Beide Fassungen sagen dasselbe. Die rechte lässt sich überfliegen, die linke nicht.
Schreibt den Text zuerst fertig, ohne auf Absatzlängen zu achten. Danach lest ihn auf dem Handy. Jede graue Fläche, die höher ist als euer Daumen breit, wird geteilt. Das ist ungenau, aber es funktioniert schneller als jedes Zählen. KI-Meinung
Überschriften sind kein Schmuck. Sie sind das Skelett, an dem der scannende Blick entlangwandert — und die Struktur, die Screenreader und Suchmaschinen auslesen.
Das Layer-Cake-Muster aus Kapitel 01 entsteht nur, wenn es Ebenen gibt, zwischen denen man springen kann. Ein Text ohne Zwischenüberschriften zwingt den Leser ins F-Muster — und damit in das Muster, bei dem am meisten verloren geht. Zwischenüberschriften sind deshalb die billigste Verbesserung, die ein Webtext bekommen kann.
Eine H1 pro Seite, darunter H2 für die großen Blöcke, darunter H3. Keine Ebene überspringen, und Überschriftenformate nie nur wegen der Schriftgröße wählen. Wer eine H4 nimmt, weil sie kleiner aussieht, zerstört die Struktur, auf die assistive Technologie angewiesen ist — und liefert Suchmaschinen ein falsches Bild vom Aufbau der Seite.
Alles im grünen Bereich
Beim Überfliegen sagt diese Überschrift nichts. Man muss den Absatz lesen, um zu erfahren, worum es geht — genau das, was beim Scannen nicht passiert.
Ladezeit unter 2 Sekunden — so erreichen wir das
Die Überschrift transportiert das Ergebnis. Wer nur sie liest, weiß bereits das Wesentliche und kann entscheiden, ob der Absatz relevant ist.
Viele Layouts setzen über die Überschrift ein kleines Label — eine Rubrik, einen Kicker, ein Kapitel-Tag. Dieses Label ist ein Etikett, kein Satzanfang. Suchmaschinen, Sprungmarken und Inhaltsverzeichnisse zeigen häufig nur die Überschrift selbst; hängt sie grammatisch am Label, wird sie zum Fragment.
ZWEI DINGE
Die den Druck aus der Situation nehmen
Ohne Etikett: unverständliches Bruchstück.
ZWEI DINGE
Was den Druck aus der Situation nimmt
Funktioniert mit und ohne Etikett.
Der wichtigste Einzelschritt der Qualitätssicherung
In der Projektarbeit sitzt fast jeder Sprachfehler, den am Ende jemand anderes findet, in einer Überschrift oder in den ein bis zwei Sätzen direkt darunter — im Fließtext kaum einer. Der Grund ist strukturell und wiederholt sich deshalb: Überschriften entstehen zuletzt, sie werden am stärksten verdichtet, und beim Gegenlesen fällt der Blick auf den Fließtext, weil dort mehr steht. Projekterfahrung
Das Gegenmittel ist ein eigener Durchgang: alle Überschriften, Vorspänne, Zwischenrufe, Bildunterschriften und Tipp-Titel herausziehen und einzeln lesen — ohne den Text drumherum. Jede muss drei Fragen bestehen:
| Durchgefallen | Warum | Korrigiert |
|---|---|---|
| „Ein Ende, das nicht von dir kommt" | Frage 1 + 2 — welches Ende? | „Ein Wecker beendet die Bildschirmzeit, nicht du" |
| „Wissen, was danach kommt" | Frage 2 — kein Ding, keine Tätigkeit | „Vorher ausmachen, was nach dem Ausschalten dran ist" |
| „Sie darf ruhig großzügig sein" | Frage 3 — die Abmachung oder die Diskussion? | Substantiv wiederholt statt Pronomen |
Nach dem Schreiben — und nach jeder Korrekturrunde, die eine Überschrift oder einen Tipp berührt. Wer nur die geänderte Zeile prüft, findet die Fehler nicht, die seit dem ersten Entwurf danebenstehen. In einem dokumentierten Projekt hat ein mehrdeutiges „sie" acht Korrekturrunden überlebt. Projekterfahrung
Eine saubere Überschriftenhierarchie bedient drei Publika gleichzeitig: den scannenden Menschen, den Screenreader-Nutzer, der per Überschriftenliste navigiert, und die Maschine, die den Seitenaufbau interpretiert. Drei Anforderungen, eine Maßnahme — selten ist Barrierefreiheit so billig zu haben.
Alle drei sind Werkzeuge, um Aufmerksamkeit zu lenken. Alle drei verlieren ihre Wirkung, sobald sie überall eingesetzt werden.
Eine Aufzählung ist richtig, wenn die Punkte gleichrangig sind und keinen inneren Zusammenhang haben, den man erklären müsste. Sobald zwischen den Punkten ein „weil", „deshalb" oder „daraus folgt" steht, gehört der Inhalt in Fließtext — die Liste würde die Logik dazwischen wegwerfen.
Unsere Vorteile:
• Qualität
• Erfahrung
• Kompetenz
• Zuverlässigkeit
• Kundenorientierung
Fünf Wörter ohne Inhalt. Eine Liste macht Leeres nicht voller.
Im Festpreis enthalten:
• Prüfbericht nach WCAG 2.1 AA
• Umbau aller Formulare
• Barrierefreiheitserklärung
• Nachtest nach 4 Wochen
Vier prüfbare Leistungen, gleichrangig, ohne Verbindungslogik.
ul/ol), keine manuell gesetzten Striche. Screenreader kündigen „Liste mit 4 Einträgen" an — diese Orientierung geht bei Pseudolisten verloren.Wo drei oder mehr Dinge nach denselben Kriterien verglichen werden, ist die Tabelle jeder Prosa überlegen — und sie ist zusätzlich das Format, das KI-Antwortmaschinen am zuverlässigsten übernehmen. Auf dem Smartphone braucht sie einen horizontal scrollbaren Container; abgeschnittene Spalten sind schlimmer als gar keine Tabelle.
Fett funktioniert nach dem Prinzip des Kontrasts. Ein hervorgehobener Begriff in einem Absatz zieht den Blick an. Fünf hervorgehobene Begriffe heben sich gegenseitig auf und machen den Absatz unruhiger, als er ohne wäre.
✕ Wir bieten professionelle Beratung mit langjähriger Erfahrung und individuellen Lösungen für Ihren Erfolg.
✓ Der erste Prüfbericht liegt nach zehn Arbeitstagen vor.
Kein eigenes Kapitel neben den anderen, sondern der Maßstab für alle: Ein Webtext ist erst fertig, wenn er auf 375 Pixel Breite funktioniert.
Die Zahlen dieses Kapitels sind teils Text-, teils Gestaltungsentscheidungen. Sie stehen hier trotzdem zusammen, weil ein Text sie nicht ignorieren kann: Wer 40 Zeichen pro Zeile hat, schreibt anders als jemand mit 80.
| Größe | Mobil (Ziel) | Desktop | Begründung |
|---|---|---|---|
| Schriftgröße Fließtext | 16 px Minimum, 18 px Ziel | 18–20 px | 16 px ist Browser-Standard und die Schwelle, unterhalb derer Lighthouse Text als zu klein meldet. |
| Zeilenhöhe | 1,5–1,6 | 1,5–1,65 | Zu enge Zeilen lassen den Blick beim Rücksprung in die falsche Zeile fallen. |
| Zeichen pro Zeile | 35–45 | 45–75, optimal ~66 | Zu kurze Zeilen zerhacken den Lesefluss, zu lange erschweren den Zeilenrücksprung. WCAG 1.4.8 nennt 80 Zeichen als Obergrenze. |
| Absatzlänge | 2–4 Zeilen (~25–45 Wörter) KI-Meinung | 3–5 Zeilen | Mobil verdoppelt sich die Zeilenzahl gegenüber dem Desktop. Obergrenze und Wortzahl sind unsere Ableitung. |
| Touchziel | 24 × 24 px Pflicht 44 × 44 px anzustreben | — | WCAG 2.2 fordert auf Stufe AA 24 × 24 CSS-Pixel (SC 2.5.8, mit Abstands-Ausnahme). 44 × 44 ist Stufe AAA (SC 2.5.5) und zugleich Apples Richtwert. Praxis: 24 überall, 44 für die wichtigen Bedienelemente. |
| Abstand zwischen Links | großzügig KI-Meinung | — | WCAG kennt eine Abstands-Ausnahme für kleine Ziele, nennt aber keinen allgemeinen Mindestabstand für Textlinks. Unsere Empfehlung: so viel, dass sich benachbarte Ziele nicht berühren. |
| Zoombarkeit | bis 200 % ohne Textverlust | bis 200 % | WCAG-Anforderung; user-scalable=no ist unzulässig. |
Schön, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben. Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einen umfassenden Einblick in unser Unternehmen und unsere vielfältigen Tätigkeitsfelder geben.
Seit unserer Gründung im Jahr 1998 haben wir uns kontinuierlich weiterentwickelt und zählen heute zu den etablierten Anbietern in unserer Region.
Prüfung, Umbau und Erklärung — für Shops und Buchungsstrecken, die unter das BFSG fallen.
Erster Bericht nach 10 Tagen.
Prüfung anfragen
Mobile Lesbarkeit ist kein Sonderfall für unterwegs. Sie ist der Normalfall. Jede Regel, die für 375 Pixel gilt, verbessert die Seite auch am Desktop — sie zwingt zu kürzeren Sätzen, klareren Absätzen und einer Aussage, die früh kommt. Der schmale Bildschirm ist der strengste und ehrlichste Lektor, den ein Text bekommen kann.
Die kürzesten Texte einer Website entscheiden am häufigsten darüber, ob jemand weiterkommt oder abbricht.
Screenreader-Nutzer lassen sich häufig alle Links einer Seite als Liste vorlesen — losgelöst vom umgebenden Satz. Eine Liste aus zwölfmal „hier" und „mehr erfahren" ist dann wertlos. Aber auch sehende Nutzer scannen Links als eigene Ebene: Farbige, unterstrichene Wörter ziehen den Blick an, noch bevor der Satz gelesen wird.
Weitere Informationen zu unseren Leistungen finden Sie hier.
Um mehr zu erfahren, klicken Sie bitte auf diesen Link.
Ein Button beantwortet die Frage „Was passiert, wenn ich hier drücke?" — vollständig und ohne den umgebenden Text. „Absenden" ist technisch korrekt und sagt nichts. „Termin verbindlich buchen" sagt alles, inklusive der Verbindlichkeit.
Drei leere Beschriftungen, eine, die die Handlung benennt. Auf einer Seite sollte es genau eine dieser auffälligen Handlungsaufforderungen geben — mehrere gleich starke heben sich gegenseitig auf.
Die richtige Textlänge ergibt sich aus der Frage, mit der jemand die Seite betritt — nicht aus einer Wunschzahl für Suchmaschinen.
Die verbreitete Annahme, längere Texte würden grundsätzlich besser ranken, verwechselt Ursache und Wirkung. Ausführliche Texte ranken gut, wenn die Suchintention Ausführlichkeit verlangt. Wer eine Telefonnummer sucht, will keine 2.000 Wörter — und springt ab, was der Seite schadet.
Die Wortzahlen stammen nicht aus einer Studie und es gibt für sie auch keine offizielle Vorgabe — weder von Google noch von einer Norm. Es sind Erfahrungswerte aus der Redaktionspraxis, die euch einen Startpunkt geben sollen. Wer sie unterschreitet und trotzdem die Frage beantwortet, hat alles richtig gemacht. KI-Meinung
| Seitentyp | Richtwert | Aufgabe der Seite |
|---|---|---|
| Startseite | 300–600 Wörter | Einordnen und weiterleiten. Wer hier viel liest, findet nicht, was er sucht. |
| Leistungs- / Themenseite | 600–1.200 Wörter | Eine Frage vollständig beantworten, Einwände ausräumen, zur Kontaktaufnahme führen. |
| Produktseite | 300–800 Wörter | Entscheidungsrelevante Fakten: Was, für wen, wie viel, wann verfügbar. |
| Ratgeber / Blogbeitrag | 1.200–2.500 Wörter | Ein Thema erschöpfend behandeln. Länge nur, wenn jeder Abschnitt eine eigene Frage beantwortet. |
| Über uns | 400–800 Wörter | Vertrauen aufbauen — mit Namen, Gesichtern, Zahlen und Belegen statt mit Adjektiven. |
| Kontakt | < 200 Wörter | Kontaktwege, Erreichbarkeit, Reaktionszeit. Sonst nichts. |
| FAQ | 40–120 Wörter je Antwort | Eine Frage, eine Antwort. Das Format, das KI-Antwortmaschinen am liebsten zitieren. |
Wer nach demselben Muster arbeitet, produziert nach drei Texten dasselbe Skelett: gleicher Einstieg, gleiche Rubriken, immer sieben Punkte, gleicher Schlusssatz. Wer zwei dieser Seiten liest, merkt es — und Suchmaschinen sehen es ohnehin.
Fest bleiben muss, was Wiedererkennung und Rechtssicherheit trägt: Kennzeichnungen, Pflichthinweise, Produktdarstellung, Farbwelt, Bausteine. Variieren muss, was Dramaturgie ist:
Prüfung vor der Abgabe: die Zwischenüberschriften der letzten beiden Texte nebeneinanderlegen. Stimmen mehr als zwei wörtlich überein, umbenennen. Projekterfahrung
Nehmt einen fertigen Text und kürzt ihn um zehn Prozent, ohne eine Information zu verlieren. Das gelingt fast immer. Wenn es nicht gelingt, war der Text vorher schon gut — dann ist die Länge die richtige. Redaktionelle Faustregel ohne Messbeleg. KI-Meinung
Suchmaschinen bewerten inzwischen weitgehend das, was auch Menschen bewerten: ob die Seite die Frage beantwortet, mit der jemand gekommen ist.
Das entschärft den alten Konflikt zwischen „für Menschen schreiben" und „für Google schreiben" — aber es bleiben handwerkliche Anforderungen, die man kennen muss. Vor allem zwei Textstücke, die auf der Seite selbst gar nicht sichtbar sind.
Der Title ist das, was in den Suchergebnissen als blaue Überschrift erscheint. Google misst in Pixeln, nicht in Zeichen — als Richtwert gelten 50 bis 60 Zeichen bei etwa 600 Pixel Breite. Die Description hat keinen direkten Einfluss auf die Platzierung, aber großen auf die Klickrate: 155 bis 160 Zeichen am Desktop, mobil wird oft schon ab etwa 110 Zeichen abgeschnitten. Das Wichtigste gehört deshalb nach vorn.
Wir prüfen eure Website nach WCAG 2.1 AA und liefern den Bericht in 10 Tagen. Für Shops und Buchungsstrecken. Inklusive Barrierefreiheitserklärung und Nachtest nach vier Wochen.
Grau im Snippet oben: der Teil, den mobile Nutzer meist nicht mehr sehen. Er darf ergänzen, aber nichts Entscheidendes tragen.
/barrierefreiheit/pruefung statt /index.php?id=4711. Kurz, kleingeschrieben, mit Bindestrichen.alt="", damit Screenreader sie überspringen.Die häufigste Lücke ist nicht ein fehlendes Wort, sondern ein Wort, das nur an einer Stelle steht. Ein Hauptbegriff, der ausschließlich im Titel auftaucht und kein einziges Mal im Text, trägt nicht. Statt einer Wortliste deshalb eine Matrix führen: für jeden Begriff festhalten, wo er tatsächlich steht.
| Begriff | Title | Meta | H1 | H2/H3 | Fließtext | FAQ | Alt-Text |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Hauptbegriff | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | 4× | ✓ | ✓ |
| Nebenbegriff | — | ✓ | — | ✓ | 2× | ✓ | — |
Mindestanspruch je Hauptbegriff: Title und eine Überschrift und Fließtext. Fehlt eine der drei Stellen, ist die Seite für diesen Begriff nicht ernsthaft aufgestellt. Projekterfahrung
Bei mehreren Seiten zum selben Themenfeld gehört in dieselbe Matrix, welcher Begriff auf welche Seite gehört. Ohne diese Trennung konkurrieren die eigenen Seiten miteinander, und beide verlieren.
Es gibt keine sinnvolle Zielgröße für die Keyworddichte — dazu gibt es keine offizielle Angabe von Google, und die kursierenden Prozentwerte haben keine belastbare Grundlage. Unsere Faustregel: Wenn ein Begriff so oft vorkommt, dass er beim Vorlesen auffällt, kommt er zu oft vor. Schreibt das Thema aus — mit Synonymen, verwandten Begriffen und den Fragen, die dazugehören. KI-Meinung
Ein wachsender Teil der Nutzer bekommt Antworten, ohne eine Website zu öffnen. Sichtbar bleibt, wer als Quelle zitiert wird.
Für diese Antwortmaschinen — ChatGPT, Perplexity, Googles KI-Übersichten, Gemini — hat sich der Begriff Generative Engine Optimization eingebürgert. Die gute Nachricht: Es ist keine zweite Disziplin neben dem sauberen Schreiben. Es ist dasselbe Handwerk, konsequenter angewendet. Modelle zerlegen Seiten in Abschnitte und suchen Passagen, die für sich allein verständlich sind. Ein gut gegliederter, klar formulierter Text ist damit automatisch besser extrahierbar.
Das wirksamste Muster: eine Zwischenüberschrift, die eine echte Frage formuliert, und unmittelbar darunter eine Direktantwort in 40 bis 60 Wörtern. Danach folgen Begründung, Beispiele, Einschränkungen. Der kurze Antwortblock ist das, was zitiert wird; alles danach ist für die Menschen, die weiterlesen.
Ein Blick auf die Fristen
Wie bereits im vorherigen Abschnitt erwähnt, hat sich die Rechtslage hier deutlich verändert. Dabei spielt vor allem der Umstand eine Rolle, dass die Umsetzung nun verbindlich geregelt wurde, worauf im Folgenden noch näher einzugehen sein wird.
Ohne den Rest der Seite bedeutungslos. Kein Modell zitiert das.
Ab wann gilt das BFSG für Websites?
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025. Betroffen sind Produkte und Dienstleistungen im privaten Sektor, die sich an Verbraucher richten — etwa Online-Shops und Buchungsstrecken. Maßstab ist WCAG 2.1 Stufe AA. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro.
48 Wörter · Datum, Geltungsbereich, Norm, Sanktion · steht allein.
Das BFSG gilt seit dem 28. Juni 2025 für Produkte und Dienstleistungen im privaten Sektor, die sich an Verbraucher richten. Maßstab ist WCAG 2.1 Stufe AA; bei Verstößen sind Bußgelder bis 100.000 Euro möglich.
Nichts an diesem Kapitel widerspricht den vorherigen. Kurze Absätze, sprechende Überschriften, belegte Zahlen, klare Bezüge — das sind dieselben Regeln, die menschliches Scannen bedienen. Wer für den überfliegenden Leser auf dem Smartphone schreibt, schreibt automatisch zitierfähig. Umgekehrt gilt: Wer für Maschinen optimiert und dabei die Lesbarkeit opfert, verliert beides.
Verständlichkeit lässt sich nicht vollständig berechnen — aber die groben Ausreißer findet man mit zwei Kennzahlen in einer Minute.
Der Flesch-Reading-Ease in der deutschen Anpassung nach Amstad bewertet Satzlänge und Silbenzahl auf einer Skala von 0 bis 100. Für allgemeine Webtexte gilt ein Wert zwischen 60 und 70 als Zielkorridor („allgemein verständlich"); 30 bis 50 gilt als anspruchsvoll, unter 30 als schwer verständlich. Der Hohenheimer Verständlichkeitsindex arbeitet mit mehreren Formeln gleichzeitig und ist auf deutsche Fach- und Kommunikationstexte zugeschnitten.
Beide messen ausschließlich Form, nicht Inhalt. Ein Text aus lauter kurzen Sätzen ohne Aussage erreicht Spitzenwerte. Nutzt die Zahl deshalb als Warnlampe: Ein schlechter Wert zeigt zuverlässig ein Problem an, ein guter Wert beweist nichts.
Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz auch für viele private Websites — insbesondere für den elektronischen Geschäftsverkehr mit Verbrauchern. Maßstab ist WCAG 2.1 Stufe AA. Ein Teil der Anforderungen betrifft direkt den Text.
alt="".lang-Attribut setzen; fremdsprachige Passagen einzeln kennzeichnen.Einfache Sprache ist verständliches Standarddeutsch — kurze Sätze, wenig Fachbegriffe, klarer Aufbau. Sie ist der Normalfall für Webtexte. Leichte Sprache folgt einem festen Regelwerk für Menschen mit Lernschwierigkeiten und braucht eine eigene, geprüfte Fassung. Wer „Leichte Sprache" anbietet, muss die Regeln einhalten — halbherzig vereinfachtes Deutsch ist keine.
Sechs Prüfungen und zwei Durchgänge. Zusammen rund zwanzig Minuten — und sie finden mehr als jede weitere Überarbeitungsrunde am Schreibtisch.
KI-Meinung Dieses Kapitel ist durchgehend Praxisempfehlung. Der Fünf-Sekunden-Test ist eine etablierte Usability-Methode, die übrigen Prüfungen sind redaktionelles Handwerk — keine davon ist normiert oder in einer Studie gegen Alternativen getestet worden.
Der Schritt, der am häufigsten übersprungen wird
Punktuelle Änderungen erzeugen verwaiste Bezüge an ganz anderen Stellen. Wer eine Szene austauscht, findet den alten Begriff später im Schlusssatz wieder. Wer einen Tipp umformuliert, lässt die Bildunterschrift dazu stehen. Diese Reste fallen nur auf, wenn der Text danach noch einmal vollständig gelesen wird — nicht die geänderte Stelle, sondern alles.
| Änderung | Was stehen blieb |
|---|---|
| Szene ausgetauscht | der alte Gegenstand im Schlusssatz und in der FAQ |
| Tipp umformuliert | Bildunterschrift und FAQ-Frage mit der alten Formulierung |
| Ein Begriff ersetzt | ein letztes Vorkommen im Nutzenblock |
| Ein Punkt entfernt | die alte Anzahl in Vorspann, Überschrift und Begleitdokument |
Alle vier Fälle stammen aus einer Arbeitssitzung. Das Vorgehen danach: über jeden geänderten Begriff einen Suchlauf durch das ganze Dokument laufen lassen — auch durch Bildunterschriften, Alt-Texte, FAQ und verlinkte Partnerseiten —, Zahlwörter erneut prüfen, dann den Lesetext einmal ganz lesen. Projekterfahrung
<strong> statt <b>: Ersteres transportiert Gewichtung und wird von Screenreadern betont, Letzteres ist reine Optik. Beim nachträglichen Umstellen daran denken, dass Stylesheets den alten Selektor noch verwenden können.Ein Text, der einen Tag geruht hat, liest sich beim Wiedersehen wie ein fremder. Genau diesen Blick braucht die letzte Runde. Wenn die Zeit dafür fehlt, lasst wenigstens jemanden gegenlesen, der nicht am Projekt beteiligt war — nach unserer Erfahrung dieselbe Wirkung in zehn Minuten. KI-Meinung
Alle Kennzahlen dieses Guides auf einen Blick — zum Ausdrucken neben den Bildschirm.
Unmarkierte Werte sind belegt (Quellen in Kapitel §). Mit KI-Meinung markierte Werte sind Faustregeln ohne Studienbeleg.
Diese Tabelle enthält alles, was sich zählen lässt — und damit die unwichtigste der vier Ebenen aus Kapitel 02. Ein Text, der jede Zahl hier trifft, kann trotzdem nichts aussagen. Erst Sinn, dann Register, dann Haltung, dann diese Tabelle.
Die Kennzahlen dieses Guides stammen aus Leseforschung, kognitionspsychologischen Arbeiten, Typografie-Standards und den technischen Vorgaben von Such- und Antwortmaschinen.
Dieser Guide wurde KI-gestützt erstellt. Damit ihr euch darauf verlassen könnt, trennen wir sichtbar zwischen Befund und Einschätzung.
Belegt und im Guide unmarkiert sind: der gelesene Textanteil (20–28 %), die vier Lesemuster, die Usability-Gewinne aus der Morkes/Nielsen-Studie (+58/+47/+27/+124 %), der Anteil der Betrachtungszeit oberhalb der Falz (~57 %), Zeilenlänge (45–75 Zeichen Desktop, 35–45 mobil), Schriftgröße (16 px Minimum, 18–20 px Ziel), Zeilenhöhe (1,5–1,6), die Satzlängen-Korridore (Ø 15, 12–20), der Flesch-Zielkorridor (60–70), die Anzeigebudgets für Title und Description, die 40–60-Wörter-Direktantwort für KI-Systeme, die Touchziel-Maße nach WCAG 2.2 sowie die Angaben zu BFSG und WCAG.
Als KI-Meinung markiert sind Empfehlungen ohne Studien- oder Normbeleg: das Intervall für Zwischenüberschriften, die Überschriftenlänge, die Zahl der Listenpunkte, die Absatz-Obergrenze, sämtliche Wortzahlen der Seitentypen-Tabelle in Kapitel 09, die Prüfverfahren in Kapitel 13 sowie einzelne Redaktionsregeln. Sie beruhen auf Redaktionspraxis und auf Ableitungen aus den belegten Werten.
Nicht im Volltext geprüft: Die unten genannten Studien und Vorabdrucke wurden über Suchergebnisse und Zusammenfassungen erschlossen, nicht durch Lektüre der Originalarbeiten. Für belastbare Zitate in Kundenunterlagen bitte die Primärquelle heranziehen.
Alle Beispieltexte sind erfunden. Preise, Fristen, Dateigrößen und Leistungsversprechen in den Demo-Panels dienen der Veranschaulichung und beschreiben kein reales Angebot.
Lese- und Nutzungsforschung
Kognitionspsychologie
Typografie & mobile Lesbarkeit
Verständlichkeit & Sprache
Suche & KI-Sichtbarkeit
Recht & Barrierefreiheit
Dieser Webtexte-Guide wurde inhaltlich geprüft und für die Weitergabe freigegeben durch die brain at work GmbH. Für Rückfragen, die projektbezogene Zielgruppen- und Tonalitätsdefinition oder Redaktionsschulungen stehen wir gern zur Verfügung.